Foto: Christiane Heinicke / Hi-Seas

Das Mars-Experiment: Christiane Heinecke lebte ein Jahr in Isolation – für die Wissenschaft

Bemannte Reisen zum Mars benötigen Antworten auf die Frage: Was geschieht mit Menschen, die über lange Zeit zusammen eingepfercht miteinander auskommen und arbeiten müssen? Die deutsche Geophysikerin Christiane Heinecke nahm an einer Simulation teil.

Die Sonne scheint, der Himmel ist komplett wolkenlos, als ich mit den fünf anderen auf das Signal warte. Einer nach dem anderen tritt durch die Tür. Carmel, unsere Kommandantin, ist die letzte. Sie winkt noch einmal kurz in die Kameras, dann schließt sie die Tür“.

Von nun an ist Christiane Heinicke von der Welt abgeschnitten und auf sich allein gestellt. Zusammen mit fünf anderen Menschen, die sie erst seit kurzer Zeit überhaupt kennt. Fernab von Freunden und Familie. Absolute Isolation. Für 365 Tage. Der Mauna Loa auf Hawaii ist einer der größten aktiven Vulkane der Erde. An einem sonnigen Tag im August 2015 verschwinden drei Frauen und drei Männer in einem elf Meter durchmessenden, weißen Kuppelbau, der auf 2500 Metern inmitten von erstarrten Lavafeldern liegt. Aus dem Innern fällt der Blick durch das einzige, runde Fenster auf eine karge, vegetationslose Landschaft. „Mein Kopf begreift so langsam, dass die weiße, kuppelförmig gespannte Plane praktisch alles umfasst, was ich in den nächsten zwölf Monaten sehen werde. […] So bald werde ich keinen freien, wildlebenden Grashalm sehen, geschweige denn einen ganzen (echten) Baum“, bloggt Heinicke nach dem Einzug.

„Sechs Menschen, eingepfercht auf etwa 100 Quadratmetern, abgeschnitten von der Außenwelt. Wer meldet sich für so etwas freiwillig?“, hinterfragt Heinicke selbst ihre Entscheidung, als Versuchskaninchen der NASA an einem Projekt zur Erforschung von Gruppendynamik und Verhalten eines isolierten Teams teilzunehmen …

Die vollständige Reportage lesen Sie in LIMITS 1/2018.