Über uns

Lebensmüde. Das Urteil liegt auf der Hand. Das, was manche Menschen machen, ist das Spiel mit der eigenen Existenz. Von Dächern springen. Ohne Sicherung klettern. In die tiefsten Abgründe tauchen. Mit Distanz betrachtet, scheint es, ohne Verstand zu sein, so etwas zu tun. Und vor allem ohne Sinn. Ein leichtsinniges Spiel mit dem Leben. „Ich bin der Sinnstifer“, sagt dazu in einfachen Worten einer, der sein ganzes Leben lang ein Grenzgänger war: Reinhold Messner. Was nichts anderes heißt als: Niemand kann für andere urteilen, ob eine Tätigkeit, eine Passion, die man entwickelt, sinnvoll ist. Was vordergründig sinnlos erscheint, ist hintergründig der Lebensinhalt. Menschen, die an ihre Grenzen gehen, faszinieren. Das fängt im Kleinen an. Wer anfängt zu laufen und seinen ersten Halbmarathon oder Marathon schafft, erntet viel Anerkennung. Und das hört im Großen auf. Nicht nur Reinhold Messner zieht die Massen an, wenn er heute in prall gefüllten Hallen aufritt. Wer zuhört, wer sich damit auseinandersetzt, ist schnell gefesselt von der Ausstrahlung, von der Faszination, von den Erzählungen, die von solchen Menschen, von Grenzgängern, ausgeht.

Mit LIMITS gehen wir auf die Suche nach Grenzgängern und treffen unglaublich emotionale, eindrucksvolle, charismatische Menschen, die uns ihre Geschichten erzählen. Geschichten, die fesseln, die berühren, die aufregen und anregen. Bergsteiger, Free­-Solo­-Kletterer, Ultra­-Läufer, Apnoetaucher, Cliffdiver, Mountainbiker, Gedächtnissportler, Base- und Bungee-Jumper, Fußballspieler, die mit blutiger Nase, aber erhobenen Hauptes das Feld verlassen. Viele von ihnen, das liegt auf der Hand, gehen mit dem, was sie tun, ein großes Risiko ein. Wenn sie lebensmüde wären, würden sie alle schnell sterben. Aber sie kennen ihre Grenzen. Wissen genau, wie weit sie gehen dürfen. Und sie haben große Sehnsucht nach dem Leben. Nach dem Überleben. Und doch endet es manchmal tragisch, weil ein einziger Fehler, ob verschuldet oder unverschuldet fatal sein kann. Ein Widerspruch? Ja und nein. Oder um Reinhold Messners Worte zu verwenden: „Kein vernünfiger Mensch tut das, was wir tun.

Seien Sie unvernünfig. Aber respektieren Sie Ihre Grenzen!